Was ist mein Second Brain?
Der Ausgangspunkt war das Buch Building a Second Brain. Besonders hängen geblieben ist das PARA-Prinzip als Ordnungssystem für Informationen.
- P · Project – Projekte: Laufende Vorhaben mit einem klaren Ziel – häufig auch mit einem zeitlichen Rahmen.
- A · Area – Lebensbereiche: Dauerhafte Verantwortungsbereiche wie Arbeit, Gesundheit oder Familie.
- R · Resource – Ressourcen: Materialien, Informationen und Werkzeuge, die Projekte oder Lebensbereiche unterstützen.
- A · Archive – Archiv: Abgeschlossene oder aktuell nicht aktive Inhalte, die trotzdem aufbewahrt werden sollen.
Für mich geht es dabei nicht nur darum, Dateien sauber abzulegen. Das eigentliche Ziel ist, das erste Gehirn zu entlasten: Informationen haben einen verlässlichen Ort und müssen nicht ständig mental präsent bleiben.
Wie mein System funktioniert
- Dashboard: Dort halte ich unter anderem Arbeitsort und Fokusthemen fest. Außerdem sehe ich offene Aufgaben der Woche, Projekte, nächste Reiseziele und angefangene Bücher.
- Task List: Eine der zentralen Datenbanken für projektbezogene und unabhängige Aufgaben, gegliedert nach Lebensbereichen.
- Projekte: Meine Bucketlist und laufende Vorhaben, mit Filtern etwa für Business, Reisen oder Hobbys.
- Notizen: Ideen, Zitate, Business-Gedanken und andere Informationsstücke, die weder Aufgabe noch Projekt sind.
Wo lebt das Second Brain?
In Notion. Vorher waren Notizen, Kalender, Browser-Favoriten und gespeicherte Videos auf unterschiedliche Systeme verteilt. In Notion kann ich neue Inhalte direkt einem sinnvollen Bereich zuordnen und miteinander verknüpfen.
Podcast-Ideen können beispielsweise als Notiz gespeichert und mit Tags versehen werden. Aus derselben Notiz kann eine Aufgabe entstehen – etwa, das Thema später mit jemandem zu besprechen. Über die Kalenderverknüpfung lassen sich zusätzlich Termine in denselben Kontext holen.
Was kommt als Nächstes?
Eine ursprünglich geplante dynamische Einkaufsliste wurde weniger relevant, weil ich häufig HelloFresh nutze. Dafür gibt es inzwischen eine Bibliothek mit gelesenen Büchern inklusive Rating, Notizen und Lesestatus, ein Lesetagebuch und Gewohnheitstracking.
Auch ein persönliches CRM existiert bereits – mit dem bekannten Problem, dass ein System nur so gut ist wie seine Pflege. Perspektivisch könnten daraus Erinnerungen entstehen, wieder Kontakt zu Menschen aufzunehmen, die man länger nicht gesprochen hat.